Verbandsversammlung Kreisfeuerwehrverband –Firmenehrungen durch den Landesfeuerwehrverband  

Bei der diesjährigen Verbandsversammlung der Feuerwehren des Landkreises Kronach erhielten zwei Feuerwehrkameraden die Bayerische Feuerwehr-Ehrenmedaille und zwei Firmen aus dem Landkreis konnten für ihr Engagement auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens im Namen des Landesverbandes Bayern geehrt werden. Die Jugendfeuerwehr ehrte vier verdiente Feuerwehrler.

 

Zu Beginn der Versammlung konnte der Verbandsvorsitzende Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger Landrat Oswald Marr mit seinen Stellvertretern Gerhard Wunder und die beiden weiteren Stellvertreter Jutta Laczo sowie Bernd Steger recht herzlich begrüßen. Ein besonderer Gruß galt auch den zahlreichen weiteren Bürgermeistern aus dem Landkreis Kronach. Nicht weniger erfreut zeigte sich Ranzenberger über das Kommen der befreundeten Hilfsorganisationen sowie den Leiter der Polizeiinspektion Kronach,  Erster Polizeihauptkommissar Uwe Herrmann. Der Gruß galt auch dem leitenden Notfallseelsorger Pfarrer Schwab, Regionaldekan Thomas Teuchgräber und zahlreichen Ehrenmitgliedern des Verbandes. Verdeutliche doch ihr Kommen die stete und ausgezeichnete Zusammenarbeit untereinander zum Wohle unserer Bevölkerung.

 

Rechenschaftsbericht Verbandsvorsitzender

Ranzenberger ging unter anderem  in seinem Bericht auf die nunmehr seit einem Jahr geltenden Sonderbestimmungen im Führerscheinrecht ein. Feuerwehrangehörigen, wie auch Helfern im THW oder dem Rettungsdienst, ist es möglich, nach einer verbandsinternen Schulung Feuerwehrfahrzeuge bis zu 4,75 Tonnen mit dem Führerschein der Klasse C zu führen. Da dies in der Praxis jedoch noch nicht für Ehrenamtlichen Helfer in den Rettungsorganisationen ausreichend ist, wurde von Bayern eine Initiative im Bundesrat eingebracht. Ziel ist es, künftig Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von bis zu 7,49 Tonnen führen zu dürfen. Nur so kann gewährleistet werden, dass auch in Zukunft genügend Fahrer für die Löschfahrzeuge in den Wehren vorhanden sind.

 

Ein weiterer Punkt seines Berichtes war die Einführung des Digitalfunks für Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie die Polizei. Die Planungen für die Basisstationen, so Ranzenberger, laufen zurzeit auf Hochtouren. Gerade der Landkreis bringt hier aufgrund der geografischen Lage einige Probleme mit sich, die jedoch lösbar sind. Es ist vorgesehen, dass der Netzaufbau bis 2013 abgeschlossen ist.

Mit dem Hinweis auf den Florianstag 2011 am 4. Mai in Gehülz, dem Feuerwehrfest im Juni in Lauenhain und verschiedenen Terminen für kreisweite Ausbildungsmaßnahmen schloss Ranzenberger seinen Bericht.

 

Kreisbrandinspektor Treusch – Neuorganisation der Ausbildung

Im Anschluss an den Bericht von Ranzenberger stellte Kreisbrandinspektor Dittmar Treusch die neu organisierte Truppführerausbildung vor. Ziel ist es, die Ausbildung der Truppführer effizienter und straffer durchzuführen. Führungsqualifikationen werden in den Vordergrund gestellt und sollen die jungen Feuerwehrler auf ihre lenkenden Aufgaben hinführen.

 

Aus diesem Grund wurde die Truppmannausbildung vollständig herausgegliedert und an die Feuerwehren zur Eigenausbildung zurück gegeben. Eine Ausbildungs-CD, die vom Arbeitskreis Ausbildung zusammengestellt wurde, wird hier den Kommandanten mit komplett ausgearbeiteten Unterrichten eine gute Hilfe sein.

 

Im Herbst 2011 werden, so Treusch, erstmals im Landkreis Fortbildungsveranstaltugen für Führungskräfte angeboten. Bei diesen Lehrgängen sollen unter anderem Gruppenführer auf ihre Führungsaufgaben hingewiesen und trainiert werden. Unter anderem soll ihnen emotionale Kompetenz vermittelt werden.

 

KBM Weidenhammer – EDV-basierende Einsatznachbereitung

Kreisbrandmeister Ralf Weidenhammer informierte über die sogenannte Einsatznachbereitung nach Einführung der Integrierten Leitstelle. Künftig haben Kommandanten nach Einsätzen die Bereichte direkt am Computer zu erstellen. Über das Internet wird ein Zugriff auf die Einsatzdaten der Leitstelle ermöglicht und die Berichte, wie auch die Stärkemeldungen sind zu erstellen. Schulungen beginnen Anfang November unter anderem für die Kommandanten.

 

Firmenehrungen

Der Landesfeuerwehrverband Bayern hat, in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, für Betriebe und Firmen, die aktiv zu ihren Feuerwehren stehen eine eigene Ehrung geschaffen. Ist es heute leider nicht mehr selbstverständlich, so Ranzenberger, dass Arbeitgeber ihre Betriebsangehörigen tagsüber für den Hilfseinsatz bei den Feuerwehren freistellen.

So konnten der Geschäftsführer Bernd Hörauf, begleitet von seinem Prokuristen Edmund Müller  für die Firma Gerresheimer die Urkunde entgegen nehmen. Hörauf zeigte sich beeindruckt von dieser Ehrung, brachte jedoch auch eine gewisse Verwunderung in seinem Grußwort zum Ausdruck, denn eine Ehrung für eine Selbstverständlichkeit hat er noch nie bekommen. Ist es denn keine Frage, so Hörauf, einem Feuerwehrler freizustellen, wenn er anderen Menschen in Not helfen muss. Hier steht für ihn eine moralische Pflicht im Vordergrund. Und zum anderen darf man auch nicht vergessen, dass die Feuerwehren eine gewisse Versicherung für unser Leben und unser Hab und Gut darstellen, so Hörauf.

 

Der Inhaber der Firma Waltec aus Steinberg, Dieter Rose, wurde ebenfalls für seine Verdienste in Zusammenhang mit der Förderung der Feuerwehrwesens mit der Bayerischen Feuerwehr Ehrenmedaille ausgezeichnet. Stellvertretend übernahm die Tochter, Frau Britta Rose, die Ehrung.

Auch sie konnte nur an Firmen im Landkreis Kronach appellieren, die Feuerwehren in ihren Orten zu unterstützen und Feuerwehrler jederzeit für ihre Aufgaben freizustellen. Ehrenamt muss honoriert werden.

 

Ehrung von verdienten Feuerwehrlern

Auch aktive Feuerwehrkameraden konnten aus den Händen von Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger eine Ehrung für ihre geleisteten Arbeiten erhalten.

Die Bayerische Feuerwehr-Ehrenmedaille für langjährige Dienste erhielten der Ehrenkommandant der FF Tschirn, Günther Neubauer und der langjährige Kassier der FF Kronach, Friedrich Schedel.

Mit dem Bayerischen Feuerwehrehrenkreuz in Silber wurde der langjährige Kommandant der FF Ottendorf Olaf Imsel ausgezeichnet.

Seitens der Jugendfeuerwehr zeichnete Ranzenberger zusammen mit Kreisjugendwart Dirk Raupach die Jugendwarte Thomas Friedrich (FF Weißenbrunn), Christian Kahl (FF Marktrodach) und Markus Merkl von der FF Nurn aus.

Mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Oberfranken wurde Ehrenkreisbrandmeister Hans Zapf ausgezeichnet, der seit mehr als 25 Jahren in der Jugendarbeit bzw. als Wertungsrichter tätig ist.

 

Bild 1: Firmenehrungen mit Joachim Ranzenberger, Britta Höfer (Fa. Waltec, Steinberg), Edmund Müller, Bernd Hörauf (Fa. Gerresheimer, Tettau), Landrat Oswald Marr, Bürgermeister Peter Laschka und Kreisbrandinspektor Schnappauf

 

Bild 2:

Geehrte Feuerwehrler mit Landrat Oswald Marr und Ehrengästen - von links: Markus Merkl, KBR Ranzenberger, Christian Kahl, Thomas Friedrich, Hans Zapf, Dirk Raupach, Günter Neubauer, KBI Schnappauf, Olaf Imsel, Bernd Steger, Friedrich Schedel