Florianstag 2010 in Neufang

Am Festtag des Hl. Florian zogen die Feuerwehren des Landkreises Kronach mit ihren Fahnenabordnungen zu Ehren ihres Schutzpatrons zum Gottesdienst im Feststadel, um gemeinsam für den Schutz im vergangenen Einsatzjahr zu danken. Pfarrer Holger Winkler aus Nordhalben konnte gemeinsam mit Pfarrer Gerhard Schwab aus Burggrub, Pfarrer Reinhold König aus Burkersdorf, Pfarrer Friedrich Seegenschmiedt aus Küps und dem Feuerwehrpfarrer Thomas Teuchgräber aus Kronach eine große Schar von Floriansjüngern begrüßen.

Der Schutzpatron und somit auch Namenspatron der Feuerwehren, der Heilige Florian stand bei diesem Gottesdienst, der von der Feuerwehr Neufang und dem Musikverein Neufang e.V. mit gestaltet wurde, im Mittelpunkt.

 

Die Legende des St. Florian, so Pfarrer Seegenschmiedt,  fand vor rund 1.700 Jahren ihren Ursprung. Während der zweiten Christenverfolgung im Römischen Reich setzte der pensionierte römische Offizier Florianus im Bereich des heutigen St. Pölten in Oberösterreich für verhaftete Christen ein. Er wurde selbst festgenommen und mit Feuer gefoltert. Am 4. Mai 304 n.Chr. wurde Florianus schließlich in der Enns ertränkt. Im Mittelalter wurde er für sein Engagement gegenüber den verfolgten Christen von der Kirche heilig gesprochen und gilt seitdem im deutschsprachigen Raum unter anderem als der Schutzpatron der Feuerwehrmänner. Florian war stets zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde.

 

Für die Feuerwehren, so Feuerwehrpfarrer Teuchgräber, steht das Doppelgebot der Liebe im Vordergrund. Heißt es doch „Du sollst deinen Gott und deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Genau dieser Gedanke kommt auch in dem Spruch „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ zum Ausdruck. Doch hier ist der Gedanke an sich selbst etwas in den Hintergrund geraten.

Genau dies sollte aber nicht der Fall sein, denn schließlich ist der Feuerwehrdienst ein gefährlicher Dienst für den Nächsten. Denken wir nur an einen Atemschutzgeräteträger, der in ein brennendes Haus geht oder mit unbekannten giftigen Chemikalien arbeitet, so Teuchgräber.  Der Gedanke oder die Liebe an sich selbst ist ein Schutzfaktor für uns alle. Und nur wer sich selbst vor Gefahren schützt, kann anderen zielorientiert und qualifiziert helfen. 

 

Gott gibt uns die Kraft und Fähigkeit, Menschen in Not zu helfen uns so für ihn der verlängerte Arm zu sein. Sind wir Feuerwehrler für andere Menschen da, so wie Gott immer für uns da ist und uns stets begleitet. Den Floriansjüngern gab Pfarrer Teuchgräber das Feuerwehrgebet mit auf den Weg, damit es ihnen vor einem Einsatz die Kraft zum Helfen geben mag.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Feuerwehrler gemeinsam mit dem Musikverein Neufang noch einige gesellige Stunden verbringen. Hier dankte Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger der Feuerwehr Neufang für die Ausrichtung des diesjährigen Florianstages. In seinem Grußwort machte Landrat Oswald Marr wie auch Bürgermeister Gerhard Wunder klar, dass es für jedermann eine Pflicht sei, den anderen zu helfen. Dienst am Nächsten sei das höchste Gebot, was bei uns gelten sollte. Gerade in den Feuerwehren ist dies deutlich zu spüren, denn sie sind es, die ihre Freizeit zum Wohle anderer opfern und in immer neue Hilfsaufgaben hineinwachsen.