Abnahme der Deutschen Spange im Landkreis Kronach - 2010

Mit viel feuerwehrtechnischen Wissen und Können, aber auch mit viel Schnelligkeit, Ausdauer und Kameradschaftsgeist erkämpften sich 51 Feuerwehranwärter und Anwärterinnen aus 15 Feuerwehren des Landkreises im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. Ehrenkreisbrandmeister Hans Zapf aus Rothenkirchen ist seit 25 Jahren Wertungsrichter bei diesem Wettbewerb.

 Erstmals wurde im Jahre 1985 die Deutsche Jugendleistungsspange im Landkreis Kronach unter der Leitung des damaligen Kreisjugendwartes Joachim Ranzenberger in Weißenbrunn veranstaltet. Der heutige Ehrenkreisbrandmeister Hans Zapf aus Rothenkirchen gehörte zu diesem Zeitpunkt bereits zum Team der Wertungsrichter. Seit diesem Zeitpunkt hat er, wie auch Joachim Ranzenberger, an jeder Abnahme teilgenommen. Bis auf das Anfangsjahr und 2009 fanden diese immer auf dem Gelände des Schulzentrums in Kronach statt.

Die Deutsche Jugendleistungsspange, so Abnahmeberechtigter Willi Zemsch, zählt zu dem schwersten Abzeichen, das in der Jugendfeuerwehr vergeben werden kann.  Die Anforderungen sind in den Teilbereichen sehr hoch und es kommt vorwiegend auf Schnelligkeit, gepaart mit reichlich Genauigkeit an. Die Mädchen und Jungen, die in Gruppen zu neun Anwärtern antreten, werden auf dem Gebiet des feuerwehrtechnischen Wissens und Können geprüft. Daneben müssen sie in sportlichen Disziplinen, wie Kugelstoßen und Staffellauf,  ihre Bestleistungen unter Beweis stellen. Ein Testgespräch rundet die Prüfung ab.

Beim Löschangriff nimmt die Gruppe drei C-Strahlrohre, wie bei der Leistungsprüfung Wasser der Bayerischen Feuerwehren, vor. Die gedachte Wasserentnahme erfolgt über eine 4 teilige Saugleitung. Mit dieser Übung werden die Floriansjünger bereits auf ihr späteres Arbeiten in den Wehren vorbereitet.

Bei der so genannten Schnelligkeitsübung werden acht C-Schläuche von den Feuerwehranwärter und Anwärterinnen verlegt und gekuppelt. Dabei kommt es besonders darauf an, dass im Schlauch auf einer Länge von insgesamt 120 Metern keine einzige Verdrehung ist. Für diese Übung haben die Jugendlichen maximal 74 Sekunden Zeit. Bereits eine Verdrehung bedeutet das Nichtbestehen der Übung.

Beim Kugelstoßen wie auch beim Staffellauf von 1500 Metern müssen die Jungen und Mädchen Teamgeist beweisen. Denn hier kommt es darauf an, gemeinsam ein durchaus hochgestecktes sportliches Ziel zu erreichen.

Nach harter Arbeit unter den wachsamen Augen der Wertungsrichter  war es für die Jugendlichen aus den Feuerwehren Teuschnitz, Wickendorf, Reichenbach, Stockheim, Reitsch, Friesen, Dörfles, Kronach, Wilhelmsthal, Mitwitz, Kaltenbrunn, Neundorf, Hof a.d. Steinach, Eibenberg und Birnbaum geschafft. Kreisjugendfeuerwehrwart Dirk Raupach sowie die Abnahmeberechtigten der Deutschen Jugendfeuerwehr, Kreisbrandinspektoren Willi Zemsch aus Hof und Matthias Schuhbäck aus Kornach konnten gemeinsam den Jugendlichen zu ihrer bestandenen Prüfung gratulieren und die ersehnten Abzeichen übergeben.

Lob und Anerkennung zollten Gerhard Wunder als Stellvertreter des Landrates, sowie 2 Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger sowohl den jungen Feuerwehrleuten wie aber auch den Ausbildern und Betreuern, denn sie alle erfüllen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und sichern die Zukunft der Feuerwehren im Landkreis.

 

 Folgende Jugendliche haben sich der Prüfung unterzogen:

Adrian Sommer, Patrick Helmreich, Florian Trost, Anna-Lena Hofmann, Lisa Bätz, Thomas Salenbacher, Richard Balazs, Andreas Scherer, Laureen Kaim, Michael Scherer, Fabian Rebhan, Karin Neubauer, Patrick Kochel, Felix Schwabe, Sebastian Kestel, Lena Heidenreich, Lukas Wich, Karsten Scheibl, Linda Müller, Johannes Geigerhilk, David Geiger, Dominic Geiger, Jakob Ebert, Patrick Angles, Florian Schmidt, Dominic Kramp, Florian Holley, Marc Schulz, David Gasparini, Tim Stauch, Patrick Dotzauer, Andreas Schütz, Fabian Geiger, Max Krüger, Steven Feick, Christopher Köhler, Christopher Graf, Pascal Renner, Alexander Weißbrodt, Michael Krötter, Patrick Meyer, Adrian Lindlein, Isabell Engelhardt, Michael Hofmann, Markus Zwosta, Sebastian Böhnlein, Bastian Müller, Nina Müller, Melissa Wich, Florian Pfadenhauer und Daniel Kotschenreuther.

 

Prüflinge im Kreis der Schiedsrichter mit dem Stellvertreter des Landrates Gerhard Wunder (1. Reihe rechts), Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger (2. Reihe rechts), Ehrenkreisbrandmeister Hans Zapf (1. Reihe links) und dahinter Kreisjugendwart Dirk Raupach und Abnahmeberechtigter Willi Zemsch