Der Vorsitzende der Feuerwehr Weißenbrunn, Christian Höfner, konnte bei der diesjährigen Verbandsversammlung der Feuerwehren des Landkreises Kronach mit der  Bayerischen Feuerwehr-Ehrenmedaille ausgezeichnet werden. Kreisjugendwart Dirk Raupach ehrte Markus Rieger für das Engagement in der Jugendarbeit.

 

Ranzenberger ging unter anderem  in seinem Bericht auf die zahlreichen Einsätze im Jahr 2017 ein. Bereits jetzt, so Ranzenberger, sind es wieder deutlich über 1150 Einsätze und sicherlich werden wir bis zum Jahresende wieder um 1400 Einsätze bewältigt haben. Rein rechnerisch rücken die Wehren täglich 4-mal aus, um Menschen zu Helfen oder Sachwerte zu schützen.  Eine Leistung, welche die Kameraden und Kameradinnen für die Bevölkerung des Landkreises Kronach gerne übernehmen, so Ranzenberger.

Sehr erfreulich blickt er auf die Nachwuchsarbeit im Landkreis. Im abgelaufenen Berichtsjahr ist es Kreisbrandmeister Markus Wachter und seinem Team wieder gelungen, weitere Kinderfeuerwehren zu etablieren. Mittlerweile sind es 20 Gruppen in den Feuerwehren und die 21. Gruppe steht kurz vor der offiziellen Gründung. Eine Arbeit, so Ranzenberger, die sich für die Zukunft lohnt und mit Sicherheit nicht zu unterschätzen ist. Kinder- und Jugendnachwuchsarbeit greifen im Landkreis sehr gut ineinander und somit ist auch die Jugend sehr gut aufgestellt. Hier wird die Ausbildung und Hinführung an den späteren aktiven Dienst immer mehr vertieft und zielorientiert ausgerichtet. Lob gilt hier auf jeden Fall dem Kreisjugendwart Dirk Raupach und seinem Leitungsteam.

Um für die Aufgaben bestens gerüstet zu sein und vor allem den Bürgern und Bürgerinnen des Landkreises professionell helfen zu können, folgen weitere Aus- und Fortbildungen. Hier werden die Wehren 2018 erstmals mit der sogenannten Modularen Trupp- und Truppführerausbildung beginnen. Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Roland Schedel sollen die Wehrmänner und –frauen auf die künftigen Aufgaben vorbereitet werden.

Landrat Löffler stellte in seinem Grußwort heraus, dass der Landkreis im Bereich der Kinder- und Jugendausbildung einen ausgezeichneten Stellenwert einnimmt. Er ist immer wieder überrascht, wie es doch gelingt, die Kinder und Jugendlichen zu begeistern. Direkt konnte er dies beim Kinderfeuerwehrtag in Wickendorf erleben. Mit viel Fleiß und Begeisterung haben hier die jüngsten Floriansjünger ihre Aufgaben bewältigt.

Mit einem Blick auf den Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters Matthias Schuhbäck ist ihm klar, dass die Wehren im Landkreis sowie die Kreisbrandinspektion noch zahlreiche Visionen und Pläne haben. Nun geht es an die Realisierung, denkt er nur an die im Jahr 2018 in Betrieb  gehende Atemschutzübungsanlage oder die vom Verband angedachte Anschaffung eines Brandsimulators für die „heiße Ausbildung“ in den Wehren.

Christian Höfner, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr, konnte von Kreisbrandrat Ranzenberger mit der Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet werden. In den zurückliegenden Jahren hat sich Höfner immer wieder als Vorsitzender bewährt und die Wehr auf einen guten Weg geführt

Kreisbrandrat Ranzenberger zeichnete zusammen mit Kreisjugendwart Raupach den Jugendwart der Feuerwehr Küps, Markus Rieger, mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Oberfranken aus. Rieger hat in den letzten Jahren wieder eine aktive Jugendfeuerwehr aufgebaut und dabei keine Mühen gescheut. Selbst als er überwiegend beruflich in Nürnberg war, fuhr er mindestens einmal in der Woche nach Küps, um die Jugend zu betreuen.

Im Anschluss an die Verbandsversammlung begrüßte Landrat Klaus Löffler die anwesenden Kommandantinnen und Kommandanten zur Dienstversammlung, um den Kreisbrandrat zu wählen. Die laufende Amtszeit von Joachim Ranzenberger endet am 31.12.2017.

Um den Wandel der Zeit und insbesondere den Anforderungen an einen Kreisbrandrat gerecht zu werden, musste in den letzten Wochen und Monaten eine Diskussion über Teil-Freistellung für den Feuerwehrdienst durch den jeweiligen Arbeitgeber geführt werden. Nachdem Joachim Ranzenberger grundsätzlich bereit war, wieder zu kandidieren, musste das Modell zunächst mit dem Dienstherrn von Ranzenberger, der Gemeinde Nordhalben, ausgearbeitet werden.

Nach langen Vorgesprächen mit der Gemeinde Nordhalben und dem Landratsamt Kronach hat man einen guten Weg gefunden, so Landrat Löffler, das Amt des Kreisbrandrates zu festigen und zu honorieren.

Das Landratsamt wird künftig den Arbeitgeber des Kreisbrandrates finanziell für die Freistellung von 10 Stunden pro Woche entschädigen.

Landrat Löffler, der nach dem Feuerwehrgesetz ein Vorschlagsrecht hat, schlug zu Beginn der Wahl den bisherigen Kreisbrandrat als Kandidaten vor. Aus der Versammlung heraus wurde kein Kandidat vorgeschlagen.

Bei der anschließenden Wahl unter der Leitung von Oberregierungsrätin Belinda Quenzer, Abteilungsleiterin im Landratsamt Kronach, fielen auf den Kandidaten Ranzenberger 86 der 102 abgegebenen Stimmen. Mit dem identischen Ergebnis von 2011 ist der bisherige Kreisbrandrat im Amt bestätigt und für die nächsten 6 Jahre gewählt.

Landrat Klaus Löffler gratulierte dem Wiedergewählten und wünschte ihm weiterhin eine glückliche Hand bei der Führung der Wehren und vor allem der Verwirklichung seiner Ziele bei den anstehenden Aufgaben.

Landrat Klaus Löffler gratulierte als Erster dem wiedergewählten Kreisbrandrat

 

von links. Jugendwart Markus Rieger /FF Küps), Kreisjugendwart Dirk Raupach, Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger, Kreisbrandinspektor Harald Schnappauf, Vorsitzender Christian Höfner (FF Weißenbrunn) und Landrat Klaus Löffler

hier weitere Bilder der Vollversammlung

die drei stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Harald Schnappauf, Günther Böhnlein und Markus Wachter

Wahlvorstand der Wahl des Kreisbrandrates; v. links Abteilungsleiterin Belinda Quenzer, Klaus Dressel und Roland Stark aus dem Sachgebiet 40